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Statt Salutschüssen stehende Ovationen PDF Drucken E-Mail

Ein grandioses Konzert spielten die Malchiner Musikschüler am Dienstagabend im Stadthaus. Einige von ihnen hatten sich sogar mit barockem Gewand in Schale geworfen. Foto: Thomas KochFESTKONZERT Malchiner Musikschüler begeistern ihr Publikum zu Ehren von vier Komponisten im Malchiner Stadthaus.

MALCHIN (TKO). Sage und schreibe einhundert˘ Salutschüsse sollen es gewesen sein, die nach der Uraufführung von Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“ im Jahr 1749 in London als Zeichen von Freude und Begeisterung abgefeuert wurden. Nun wurden am Dienstagabend im Malchiner Stadthaus zwar keine Salven abgeschossen oder Böller gezündet, dafür dürften aber vielen der 150 Gäste nach dem eineinhalbstündigen Festkonzert der Malchiner Regionalmusikschule schon ein wenig die Handflächen geschmerzt haben. Grund dafür war der immer wieder tosende und euphorische Applaus, mit dem die Zuhörer die Leistungen der jungen Künstler honorierten. Ihr Konzert hatten die jungen Musiker vier herausragenden Komponisten gewidmet: Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Felix Mendelsohn Bartholdy und Kurt Schwaen. Und der Funken beim Publikum wurde gleich mit der Ouvertüre der Abendveranstaltung gezündet: der besagten „Feuerwerksmusik“ von Händel.
Die Glut der Freude und Begeisterung bei den Akteuren und den Leuten im Saal kam im Laufe des Abends nie zum Verlöschen. Mal war es „Teufelsgeiger“ Florian Leiffheidt, der für seine zutiefst emotional vorgetragene Interpretation von Mendelsohns Violinensonate mit stehenden Ovationen gefeiert wurde, dann wieder sorgte Bariton Lars Grünwoldt mit seinen frech-witzigen „Liedern für Leierkastenmänner“ für Heiterkeit und Frohsinn.
Nicht minder als die gestandenen Akteure der Malchiner Regionalmusikschule wurde am Dienstabend auch der Nachwuchs gefeiert. Stadtmusikanten, Streichergruppe, Gitarrenensemble oder Barocktänzer – sie alle boten dem Publikum eine bemerkenswerte musikalische Zeitreise auf hohem künstlerischen Niveau. Mit ihrer charmanten Moderation lieferte Karin Knöfel dem Publikum neben der Musik zudem eine ganze Reihe von Wissenswertem zu den Komponisten und den gespielten Werken des Abends.

Nordkurier, 25.06.2009 (den Artikel finden sie hier im Original)


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