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„Musikerziehung darf kein Luxus sein“ PDF Drucken E-Mail

Karin Knöfel und Hans-Volker Fischer stoßen auf das 20-jährige Bestehen der Musikschule an - Foto: Peggy Schubotz

Malchin. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, das meinte jedenfalls Friedrich Nietzsche. Die Regionalmusikschule Malchin, die am Wochenende ihren 20. Geburtstag feierte, wählte dieses Zitat zum Motto ihrer Festveranstaltung. Zu der waren nicht nur Lehrer und Schüler gekommen, sondern auch Vertreter des Landkreises, der Stadt Malchin und aus anderen Orten der Region. Sie wollten damit deutlich machen, welch wichtigen Beitrag die Musikschule für das kulturelle Leben in der Region leistet. „Kinder und auch Erwachsene erhalten hier die Möglichkeit, ihre musikalischen Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln“, unterstrich Hans-Volker Fischer, der Vorsitzende des Trägervereins der Musikschule, in seiner Glückwunschrede. Das könne gar nicht hoch genug geschätzt werden. Er versicherte, dass die Gründung des Vereins vor 14 Jahren der richtige Schritt für den Fortbestand der Schule gewesen sei und versprach auch für die kommenden Jahre seine aktive Mitarbeit. Karin Knöfel, die Leiterin der Musikschule von Beginn an, machte noch einmal deutlich, dass musikalische Erziehung kein Luxus sein dürfe, sondern sie müsse jedem Kind zugänglich sein. „Denn je mehr Kinder ihre Liebe zur Musik entdecken, desto höher ist der Gewinn für die Gemeinschaft“, sagte sie.

Ein großes Dankeschön erhielten an diesem Abend nicht nur die Eltern für ihr Vertrauen, Landkreis und die Kommunen für die stetige Unterstützung, Sponsoren für ihr Engagement, sondern vor allem ihre „hervorragenden“ Mitstreiter, wie Karin Knöfel betonte, die Idealismus als eine Grundvoraussetzung für ihren Beruf ansähen.

Dass diese aber nicht nur Idealismus, sondern auch eine große Portion Können mit in die Waagschale werfen, zeigten die Lehrer beim Festkonzert. Ob das gemeinsam gesungene „Freut Euch alle“ von Johann Sebastian Bach, die Musikstücke von Vivaldi, Schumann, Chopin – die Lehrer, unterstützt von ehemaligen Schülern der Musikschule boten ein beeindruckendes Erlebnis. Höhepunkt und Abschluss war Franz Schuberts „An die Musik“, gesungen von Lars Grünwoldt. Schöner kann man der Kunst nicht huldigen.

Iris Diessner, Nordkurier


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