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Malchiner Musikschülerin bereitet sich auf den Wettbewerb "Jugend musiziert" in Waren vor
Nervosität ist ihr nicht anzumerken. Mit ihren 16 Jahren steht Mariska auf der Bühne und man bekommt das Gefühl, dass sie auf ihr schon fast zu Hause ist. Es ist ein Probekonzert. Wenig Publikum hat sich im Veranstaltungsraum der Malchiner Sparkasse eingefunden. Vorrangig Eltern, Großeltern und die Lehrer der Gesangs- und Instrumentalschüler hören an diesem trüben und verregneten Januarabend gebannt zu wie Mariska singt.
Als Sängerin hat es das Mädchen besonders schwer vor dem Publikum zu stehen. Jede Geste, jede Bewegung - alles wird vom Publikum genau registriert. Es gibt keine Möglichkeit, sich hinter einem Instrument zu verstecken. Die Mimik und der Ausdruck müssen zu dem Gesungenen passen, sonst wirkt der Vortrag nicht authentisch. Vor allem intensives Training ist für einen gelungenen Auftritt sehr wichtig. Und genau das ist der Grund, weshalb dieses Konzert stattfindet.
Mariska Michaelis steht mit ihrem viertelstündigen Gesangsprogramm im Zentrum der Scheinwerferkegel und präsentiert, was sie mit ihrem Lehrer im letzten Jahr geprobt hat. Ihr Repertoire reicht von Schubert bis Schwaen, von der Klassik bis zur Moderne. Unterschiedliche Stücke werden von ihr gefordert. Zwischen den Stücken bleibt nur wenig Zeit, sich auf die Stimmung des neuen Stückes einzustellen und neue Kraft zu sammeln. Aber eben genau dieses Training braucht Mariska um am Wochenende vor der Jury bestehen zu können.
Alljährlich gibt es bundesweit den Wettbewerb "Jugend musiziert". Der in Waren stattfindende Regionalausscheid ist die Erste von drei Phasen. In verschiedenen Altersklassen treten die zum Teil noch sehr jungen Musikerinnen und Musiker mit- und gegeneinander an und stellen unter Beweis, wie sicher sie ihr Instrument oder ihre Stimme beherrschen. Auch die Interpretation der Stücke, die Tongebung, die Originalität und nicht zuletzt die Werktreue müssen die Jury überzeugen, die aus gestandenen Musikern und Pädagogen besteht.
Mariska ist das, was gemeinhin als "Multitalent" bezeichnet wird. Nur kurze Zeit nach dem Gesangsvortrag bereitet sie mit ihren beiden Mitstreitern Anna-Lena und Lea die Blockflöten für den nächsten Auftritt vor. Wieder ein Programm von rund einer Viertelstunde. Wieder volle Konzentration. Das Zusammenspiel muss klappen. Das in mehreren Jahren Erlernte soll in genau diesem Moment auf den Punkt gebracht werden. Auch wenn das Publikum einen Fehler vielleicht nicht bemerkt - Mariska ist sich selbst gegenüber kritischer.
"Auf gar keinen Fall sollte man sich den Wettbewerb wie "Deutschland sucht den Superstar" vorstellen!" betont Karin Knöfel. Die Blockflötenlehrerin von Mariska ist mit dem seit 1990 auch in Mecklenburg ausgetragenen Wettbewerb sehr vertraut. Die Jury nimmt einen wichtigen Auftrag wahr: sie lobt, was die, zum Teil sehr kleinen, Musiker gut können und gibt Tipps für die weitere Entwicklung. "Schließlich soll"Jugend musiziert" den Spaß am Musizieren fördern und dazu motivieren diese wichtigen Fähigkeiten auszubauen" sagt Karin Knöfel.
Eine gute Vorbereitung ist sehr wichtig für die Teilnahme an einem Wettbewerb, Daher ist dieses Probevorspiel nur eines von vielen, die für Mariska und weitere16 Beteiligte der Malchiner Musikschule auf dem Programm steht. Das Engagement der Musikschullehrer ist dabei enorm. Zahlreiche Extrastunden und Probenwochenenden sind nötig und wichtig. "Erfreulich ist, dass die Kinder und Jugendlichen dies neben der Schule schaffen" erklärt Karin Knöfel. Eine solche Leistung zu vollbringen, das muss man wollen. Mariska sieht das aber gelassen: "Wenn es solchen Spaß macht, legt man gerne noch einen Zahn zu!"
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